Du bist alleinerziehend? Darum zieh ich meinen Hut vor dir!

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Es ist 6.30 Uhr, ich wecke die die beiden Kleinen und lausche, ob mein Teenagermädchen es mittlerweile geschafft hat, sich zu ohrenbetäubend lauten Klängen von Arianna Grande aus dem Bett zu schälen. In einer Stunde muss ich es geschafft haben, eine Erstklässlerin aus dem Haus zu hetzen, ein anziehfaules Kindergartenkind fix und fertig ins Auto zu setzen und mich selbst zumindest einigermaßen vorzeigbar zurecht zu machen, um danach in einen Tag zu starten. So weit, so gut. Was ich in dieser Stunden nicht mache? Die drei Brotboxen befüllen, die Diskussion führen, ob die Große heute direkt nach der Schule shoppen gehen darf, die Klassenarbeit noch schnell unterschreiben, das Frühstück auf den Tisch stellen. Das alles macht mein Mann Nico, der Vater der Rasselbande. Alleinerziehende haben all das, wie jeden Morgen, ganz alleine geschafft.
Alleine klappt vieles besser
Besonders Mütter erzählen gerne, wie gut alles funktioniert, wenn der Vater mal aus dem Haus ist und sie alleine mit den Kindern sind. Dann tobt keiner mit den Kleinen, wenn sie eigentlich schlafen sollen. Dann schmiert keiner gedankenlos ein Nutellabrot, weil der Spinat nicht schmeckt, und keiner sagt Ja zu Dingen, zu denen man auf jeden Fall Nein sagen würde (oder umgekehrt). Man verlässt sich alleine einfach auf sich und die Kinder können einen nicht gegeneinander ausspielen. Ein Vorteil, schon klar. Ich verstehe, was die alle damit meinen, auch ich kenne das Phänomen. Aber ich weiß auch, warum Alleinerziehende über solche Statements nur müde lächeln. Denn alleinerziehend zu sein, das bedeutet ja nicht, mal punktuell alleine mit den Kindern zu sein. Alleinerziehend zu sein bedeutet, jeden Tag, jede Minute, jede Sekunde und in allen Fragen grundsätzlich allein die Verantwortung zu tragen. Für die Entwicklung, für die Sicherheit, für die Atmosphäre im Haus, einfach für eigentlich alles in mindestens zwei Leben.
Was Alleinerziehende leisten, kann ich mir kaum vorstellen
Alleinerziehend zu sein stelle ich mir wie Fallschirmspringen ohne Sicherheitsschirm vor. Du bist der Fallschirm, an dir hängt alles. Wenn du nicht funktionierst, wird es hässlich. Ich kann nur erahnen, wie sich das anfühlen muss. Ich denke an dich, wenn ich arbeiten gehe, während Nico mit einem kranken Kind zuhause bleibt. Ich denke an dich, wenn alles zu viel wird und ich das Zepter im Haus an Nico übergebe, kurz bevor ich die Nerven verliere. Ich ziehe innerlich meinen Hut vor dir, wenn wir einen Kindergeburtstag schmeißen oder wenn wieder mal drei Termine gleichzeitig im Kalender stehen. Nein, ich kann mir nicht vorstellen, wie du das alles schaffst. Wahrscheinlich hast du ein gutes Netzwerk, mag schon sein, aber auch das will gepflegt werden.
Organisation ist nur das halbe Leben
"Organisation ist das halbe Leben" hat mein Opa früher immer gesagt. Und er hat sicher Recht. Aber was ist mit der anderen Hälfte? Die Hälfte, die man eben NICHT organisieren kann? Das sind ungeplante Zwischenfälle, Gefühlsausbrüche, Momente der Überforderung und vor allem: Entscheidungen. Mit Kindern steht man ja ständig vor Entscheidungen und zwar oft auch solchen, die sich wirklich wichtig anfühlen und es zum Teil auch sind. Wann wird mein Kind eingeschult? Was sind meine Erziehungsmaximen? Wieviel Fernsehen ist ok und wie lange darf eine 16-Jährige auf die Party? All solche Fragen diskutiere ich mit Nico. Du diskutierst sie vielleicht auch. Mit deiner Mutter, einer Freundin, mit wem auch immer. Der große Unterschied: Am Ende musst du allein entscheiden. Niemand kann und wird dir die Verantwortung abnehmen. Du kannst sie nicht einfach durch Zwei teilen wie ich.
Nichts liegt mir ferner als Mitleid
Versteh mich nicht falsch. Ich bemitleide dich nicht. Ich kenne einige Alleinerziehende – nicht nur Mütter, sondern auch Väter – die zumindest den Alltag ganz alleine wuppen. Und ich weiß, nichts auf der Welt könnt ihr weniger gebrauchen als Mitleid. Nicht mit euch, und (noch fataler) nicht mit den Kindern. Was bringt es auch? Wir haben alle unsere Kämpfe zu kämpfen im Leben. Aber was mir wirklich wichtig ist, einmal zu sagen, ist: Ihr alle, die ihr euch heute und jeden Tag alleine um eure Kinder kümmert: Ich ziehe den Hut vor euch! Manchmal fühlt es sich vielleicht nicht so an, als wäre das, was ihr Tag für Tag tut, richtig und gut, und wahrscheinlich ist es das auch nicht immer. Aber in jedem Fall bringt ihr euren Kindern eine wirklich wichtige Lektion bei: Was auch immer es ist, du schaffst das, wenn es dir wichtig ist. Vielleicht nicht an jedem Tag perfekt, aber du schaffst es.

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Jan Hartmann
oneseek.de
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Jettingen-Scheppach Bayern 89343 Deutschland
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Gesundheit ist nach der Definition der WHO einerseits der "Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens", andererseits aber auch ein "menschliches Grundrecht". Das wir Alle auf unsere aber auch die Gesundheit Anderer ein wachsames Auge haben sollten, ist sicherlich einleuchtend.

Laut BfGA ist die Gesundheit ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.
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Das aus dem lateinischen stammende Wort Kultur bedeutet so viel wie Landwirtschaft (daher auch "Agrikultur" für Landwirtschaft oder "Aquakultur" für Fischzucht) und beschreibt all das, was der Mensch macht, sich ausdenkt, sagt und erschafft. Genau genommen ist der Begriff Kultur das genaue Gegenteil vom Begriff Natur.

Kultur als Begriff kann in vielen Zusammenhängen genutzt werden. Spricht man z.B. von einem Kulturtempel, ist genau genommen ein Museum gemeint. Spricht man hingegen von einer Hochkultur, dann meint man damit ein Volk, das in seiner Blütezeit viel hervorgebracht hat wie z.B. die alten Ägypter.