Liebesfragen: Was du tun kannst, wenn du dich in deiner Beziehung kleingehalten fühlst

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Liebe ist die Antwort auf alle Fragen? Nicht ganz. Sie stellt auch ziemlich viele. Psychologe und Paartherapeut Oskar Holzberg beantwortet sie alle.  Was, wenn ich das Gefühl habe, mein Partner macht mich klein? Dann galoppieren die berüchtigten apokalyptischen Reiter durch die Beziehung. Für eine lange Zeit waren wir alle sehr klein. Es dauerte viele Jahre, bis wir groß waren und die gleichen Rechte wie die Erwachsenen hatten, und wohl noch länger, um wirklich erwachsen zu sein (und einige schaffen das auch nie, aber das ist eine andere Geschichte). Deine Bedürfnisse sind so wichtig wie meine Die Grenze zwischen klein und groß, also zwischen Abhängigkeit und Selbstständigkeit, ist niemals eindeutig und leicht zu ziehen. Besonders in unseren Liebesbeziehungen nicht. Denn dort begeben wir uns ja in eine Abhängigkeit von einem anderen Menschen, den wir so wichtig werden lassen, dass wir ohne ihn nicht leben wollen. Daher können wir uns in der Liebe sehr schnell klein fühlen. Allein schon deshalb, weil wir jemanden so lieben, wie wir zuvor nur unsere Eltern geliebt haben. In einer guten Liebesbeziehung achten die Partner:innen deshalb auf emotionalen Ausgleich, auf Fairness und Gerechtigkeit. Deine Bedürfnisse sind so wichtig wie meine. Niemand verhält sich wie bestimmende Eltern und drängt den anderen dadurch in die Kinderrolle. Wir erreichen das, indem wir respektvoll und achtsam miteinander umgehen, uns einfühlen und bereit sind, eigenes Verhalten infrage zu stellen. Immer gelingt uns das natürlich nicht. Aber wir bemühen uns und entschuldigen uns, wenn es uns nicht gelingt. Sobald einer von beiden in der Beziehung Respekt und Achtsamkeit aufgibt, beginnt der andere, sich klein zu fühlen. Sobald kritisiert wird, wer wir sind, und nicht mehr, was wir tun, beginnen Entwertung und Verachtung. Dann heißt es nicht mehr: "Oh, wie blöd, dass du vergessen hast, Eier mitzubringen!" Sondern: "Wie blöd kann man sein, ausgerechnet die Eier zu vergessen!" Oder gar: "Wieso kriegst du eigentlich nie was auf die Reihe?" Solche Entwertungen führen schnell dazu, dass wir uns wie ein Kind fühlen und uns auch so verteidigen: "Ich habe aber an alle anderen Einkäufe gedacht!" oder "Das stimmt gar nicht, ich vergesse ganz selten was!" Oskar Holzberg, 67, berät seit über 20 Jahren in seiner Hamburger Praxis Paare und ist seit über 30 Jahren verheiratet. Sein aktuelles Buch heißt "Neue Schlüsselsätze der Liebe" (240 S., 11 Euro, DuMont). © Ilona Habben Um sich nicht klein zu fühlen, sind Konflikte unumgänglich Aber wir sollten uns nicht wie ein Kind verteidigen, dass doch schon sooo viel richtig macht. Sondern erwachsen bleiben und Respekt einfordern. Sich nicht gegen die Vorwürfe wehren, sondern gegen die Haltung, die herablassende Position, die der oder die Partner:in uns gegenüber einnimmt: "Ich möchte nicht, dass du so verächtlich mit mir sprichst." Oder sogar: "Ich lasse nicht so mit mir sprechen! Ich will nicht so von dir behandelt werden." Ja, es kann so ein ganz schöner Konflikt entstehen. Aber der ist unumgänglich, wenn wir uns nicht kleinmachen lassen wollen. Es ist gleichgültig, ob unser Gegenüber einfach ein Verhalten wiederholt, das es als Kind selbst erlebt hat, oder uns kleinmacht, um eigene Selbstwertzweifel abzuwehren, oder so starke Ängste hat, von uns verlassen zu werden, dass er oder sie uns deshalb entwertet: Verachtung, Dauerkritik und Entwertung sind die apokalyptischen Reiter in einer Beziehung. Sie sind die Vorboten einer Trennung. Wenn es uns nicht gelingt, sie – also unseren Partner – vom hohen Ross zu stoßen und zu einem liebevollen Miteinander auf Augenhöhe zurückzukehren. "Paaradox"  ist der Podcast mit Oskar Holzberg und seiner Frau Claudia. Sie sprechen offen über Themen, die Beziehungen immer wieder herausfordern. Lustig, spannend und erkenntnisreich! U. a. auf Audio Now. Hast du Lust, mehr zum Thema zu lesen und dich mit anderen Frauen darüber auszutauschen? Dann schau im "Beziehungs-Forum" der  BRIGITTE-Community   vorbei! Holt euch die BRIGITTE als Abo - mit vielen Vorteilen. Hier könnt ihr sie direkt bestellen.

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Jan Hartmann
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& Schlagzeilen zum aktuellen Weltgeschehen u.a. zu den Themen: Politik, Wirtschaft, Sport, Wissenschaft, Gesundheit, Motor und Unterhaltung.
Nachfolgend finden Sie zu den vorhandenen Nischen - bzw. Unterkategorien Definitionserklärungen, die eine rationelle Darstellung gewähren.

Politik - oneseek® News:

Sport - oneseek® News

Unter dem Begriff Sport als Substantiv versteht man alle bewegungs-, spiel- oder wettkampforientierten körperlichen Aktivitäten des Menschen. Alle Sportarten gelten als Teil des gesellschaftlichen Lebens und sind somit den historischen, sozialen, politischen und wirtschaftlichen Wandlungen weitgehend unterworfen.

Wir reden also von motorischen Aktivitäten, die auf den Erwerb und das Verbessern spez. koordinativer und konditioneller Fähigkeiten abzielen und in der Regel von motorischen Handlungen, die im Erreichen bzw. Übertreffen weitgehend künstlich gesteckter Ziele ihren Sinn haben.
Gesundheit - oneseek® News
Die eigene Gesundheit ist das wohl wertvollste Gut, das ein Mensch besitzen kann. Die Meisten von uns kennen evtl. das Gefühl der Ohnmacht, wenn ein liebgewonnener Mensch schwer erkrankt oder die eigene Gesundheit nicht mehr zu einhundert Prozent vorhanden ist.

Gesundheit ist nach der Definition der WHO einerseits der "Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens", andererseits aber auch ein "menschliches Grundrecht". Das wir Alle auf unsere aber auch die Gesundheit Anderer ein wachsames Auge haben sollten, ist sicherlich einleuchtend.

Laut BfGA ist die Gesundheit ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.
Wissenschaft & Wissenschaft - oneseek® News
Genau genommen müssen wir beim Begriff Wissen zwischen dem impliziten Wissen "Wissen, das im Kopf einer Person unbewusst vorhanden ist" und explizitem

Wissen

"Wissen, das Anderen mitgeteilt und schriftlich festgehalten werden kann" unterscheiden. Beim Wissen handelt es sich grundsätzlich um Informationen, die durch Erfahrungen und Interaktion mit der Außenwelt gesammelt und bei Bedarf auch gespeichert werden konnten.

Kultur - Unterhaltung - oneseek® News
Das aus dem lateinischen stammende Wort Kultur bedeutet so viel wie Landwirtschaft (daher auch "Agrikultur" für Landwirtschaft oder "Aquakultur" für Fischzucht) und beschreibt all das, was der Mensch macht, sich ausdenkt, sagt und erschafft. Genau genommen ist der Begriff Kultur das genaue Gegenteil vom Begriff Natur.

Kultur als Begriff kann in vielen Zusammenhängen genutzt werden. Spricht man z.B. von einem Kulturtempel, ist genau genommen ein Museum gemeint. Spricht man hingegen von einer Hochkultur, dann meint man damit ein Volk, das in seiner Blütezeit viel hervorgebracht hat wie z.B. die alten Ägypter.